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Den methodischen Werkzeugkoffer aufgefüllt

Die Wirtschaftsförderung wir4 für Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg und das Interreg VA-Projekt des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung haben die Methodenschulung der Mittelstand 4.0-Agentur Kommunikation genutzt.

Der digitale Wandel fordert, darüber nachzudenken, wie man Bekanntes in die digitale Welt transportieren und transformieren kann. Das klappt nicht besonders gut mit „alten“ Methoden und Denkmustern. Wie neue funktionieren, zeigten Danny Kensa und Heinz Rohde von der Mittelstand 4.0-Agentur Kommunikation im kostenfreien Workshop „Innovationen fördern und begleiten“ mit den regionalen Akteuren in Moers.

Die Frage, die sich Fachberater und Multiplikatoren aus Wirtschaftsförderungen, Industrie- und Handelskammern oder Branchenverbänden stellen lautet:

„Wie können wir unsere kleinen und mittleren Mitgliedsunternehmen unterstützen, sich aktiv mit dem digitalen Wandel auseinanderzusetzen und die Herausforderungen anzunehmen?“

„Ein wertvolles Handwerkzeug für die Beantwortung der Frage sind praxisorientierte Wissenstransferformate“, sagt Methoden-Experte Danny Kensa. Diese ermögliche es Unternehmen und den Veranstaltern selbst, sich praxisbezogen und ganz konkret mit den betrieblichen Gegebenheiten auseinanderzusetzen und individuelle Ideen für digitale Lösungen zu finden.

Am Vormittag erprobten die Teilnehmer unter Anleitung von Danny Kensa die Wissenstransfer-Methoden World-Café, Open Space und F**kUp sowie die Diskussionsmethode Fishbowl zur Lösung realer Probleme. Als Multiplikatoren haben sie damit das Know-how gewonnen, diese Methoden selbst in Workshops anzuleiten.

Am Mittag lernten die Teilnehmer von Heinz Rohde die Methoden „Value Proposition“ und „Business Model Canvas“ und können nun auch diese zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle in Arbeitskreisen selbst einsetzen.

„Es war wirklich ein wertvoller Tag: direkte Umsetzung und praktische Anwendung. Auch das Netzwerken kam nicht zu kurz“, sagte Brigitte Jansen, Vorstand der Wirtschaftsförderung wir4, als Fazit.

Studie-Fachkräfte qualifizieren

Wie Fach- und Führungskräfte digital lernen wollen

Wie Fach- und Führungskräfte mit innovativen Lern- und Trainingsangeboten unterstützt werden können, um Digitalisierung und Vernetzung in der Logistik voranzutreiben, hat die Mittelstand 4.0-Agentur Kommunikation in einer Studie analysiert.

Die Hochschule Flensburg führte qualitative Interviews mit Fach- und Führungskräften von kleinen und großen mittelständischen Unternehmen und Unternehmensberatern. Das Ziel war es zu erfahren, welche Anforderungen Fach- und Führungskräfte heutzutage an Lern- und Trainingsangebote haben. Dies umfasst sowohl die inhaltlichen Anforderungen in der Digitalisierung und Vernetzung
der unternehmensübergreifenden Logistik als auch die konzeptionellen Anforderungen in der didaktischen und organisatorischen Gestaltung sowie Umsetzung der Lern- und Trainingsangebote.

Die Interviews haben einen tiefen Einblick in die Anforderungen an und Erfahrungen mit Lern- und Trainingsangeboten sowie die derzeitig und zukünftig relevanten Themen in der Digitalisierung und Vernetzung der unternehmensübergreifenden Logistik gegeben.

Die Ergebnisse bestätigten zum einen die bisherigen Erfahrungen; zum anderen wurden aber auch wichtige neue Erkenntnisse sowohl in Bezug auf die inhaltlichen Bedarfe als auch die didaktischen und organisatorischen Anforderungen gewonnen. Die Aussagen der Interviewpartner lassen sich zu folgenden Haupterkenntnissen und Empfehlungen zusammenfassen:

  1. Die Vorkenntnisse von Fach- und Führungskräften zu Themen der Digitalisierung und Vernetzung in der unternehmensübergreifenden Logistik sind sehr unterschiedlich ausgeprägt.
  2. Einige Unternehmen setzen auf einzelne Maßnahmen, andere verfolgen eine Gesamtstrategie zur gezielten Digitalisierung und Vernetzung.
  3. Der aktuelle Unternehmensfokus liegt nach wie vor auf der internen Logistik, die unternehmensübergreifende Logistik ist bisher kaum betrachtet worden. Als Weiterbildungsformate werden primär klassische Seminare gesehen – Online-Angebote werden bezüglich ihrer Wirksamkeit eher skeptisch betrachtet. Eine grundsätzliche Herausforderung liegt darin, das eigentliche Ziel der Weiterbildung nachzuweisen; eine Verbesserung der persönlichen und unternehmerischen Performance.
  4. Ein Lern- und Trainingsangebot sollte daher Teilnehmer auf unterschiedlichen Vorkenntnisstufen abholen, Schritte zur Digitalisierung und Vernetzung der Logistik als Gesamtstrategie aufzeigen, Prozessbeteiligte aus unterschiedlichen Rollen und Unternehmen
    zusammenbringen sowie gezielt Online- und Präsenz-Qualifizierungsformate kombinieren und Lern- und Umsetzungserfolge unmittelbar, kontinuierlich und langfristig sichtbar machen.

Diese Ergebnisse fließen in einen Blended Learning-Kurs zur Integration von unternehmensübergreifenden Logistikprozessen. Die Empfehlungen werden prototypisch umgesetzt und weiterentwickelt; zu finden unter: www.spoc-mittelstand.digital

Studie „Bedarfsanalyse der Qualifizierung in der unternehmensübergreifenden Logistik“ herunterladen

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