Das Transitionskonzept: Den Wandel aktiv gestalten

  1. Veränderungsmanagement

Viele Unternehmer und deren Mitarbeiter erleben den digitalen Wandel als erheblichen Veränderungsprozess und fragen sich:

  • Wie motiviere ich mich selbst, wie meine Mitarbeiter?
  • Welche zusätzlichen Nutzen bieten mir digitale Prozesse?
  • Wie erschließe ich die neuen Möglichkeiten für mich, Kollegen und Kunden?
  • Ist mein bisheriges Wissen nichts mehr wert?
  • Was muss ich neu lernen?

Markt und Wettbewerb, die Struktur des Unternehmens und nicht zuletzt die individuellen Persönlichkeiten der Akteure prägen die weitere Entwicklung des Unternehmens entscheidend mit. Die Veränderungen selbst sind dabei nicht das Problem, sondern der Umgang mit dem Prozess der Veränderung. Und der Mangel an aktiver und strukturierter Führung im Veränderungsprozess.

„Ja, leicht gesagt? Aber woher kommt der Input? Wie kann ich als Unternehmer die weitere Entwicklung meines Betriebes im digitalen Wandel steuern und prägen?“

An dieser Stelle setzt das sogenannte Transitionskonzept an. Das Wort Transition kommt aus dem Lateinischen Transitus = Übergang und bezeichnet den Prozess der Veränderung. Das Transitionskonzept ist ein mehrstufiges Verfahren, das dabei hilft, richtige Entscheidungen im betrieblichen Alltag des Wandels zu treffen.  Veränderung wird also als ein steuerbarer Prozess begriffen.

„Und wie soll das funktionieren?“

Die Entwicklung und Umsetzung des Transitionskonzepts erfolgt über mehrere Phasen und wird von externen Moderatoren begleitet. Wesentliche Bestandteile sind Workshops, die je nach Anforderungen des Betriebs gestaltet werden können:

Phase 1: „Öffnen“

In der ersten Phase zur PLANUNG der Veränderung werden in Workshops und moderierten Gesprächen mit den Unternehmern und den Führungskräften die Folgen thematisiert, die drohen, wenn man so weitermachen würde wie bisher. Zugleich werden die Chancen und Freiräume analysiert, die sich durch Veränderungen bieten.

Ziel ist es, sich selbst für den digitalen Wandel zu motivieren und zu lernen, andere im digitalen Wandel zu führen. Dazu gehören auch die Analyse, welche Mitarbeiter zukünftig welche Rolle spielen können und die Entwicklung eines Kommunikationskonzepts in Richtung der Mitarbeiter, Kunden und Partner.

Das Ergebnis der ersten Phase ist ein Konzept zum Management der Veränderung.

Phase 2: „Schließen“

Nach  dem “Öffnen” dient die zweite Phase “Schließen” der gemeinsamen UMSETZUNG des Konzepts, das im Rahmen der ersten Phase entwickelt wurde. Instrumente dazu sind ebenfalls moderierte Workshops, aber auch gezielte Qualifizierungsmaßnahmen. Weiterhin gehören kontinuierliches Feedback, die Definition von Benchmarks sowie die Einbindung von externen Partnern zu den Erfolgsfaktoren in dieser Phase. Dabei werden verstärkt auch die gesamte Belegschaft, Kunden und Lieferanten einbezogen, also nicht nur die Führungskräfte des Unternehmens.

Das Ergebnis der zweiten Phase ist die Bereitschaft aller Beteiligten bzw. Betroffenen, den Veränderungsprozess anzunehmen und aktiv mit zu gestalten.

Phase 3: Permanente Korrekturen managen

Der Wandel steckt voller Herausforderungen. Kaum ist ein neuer Prozess eingeführt, muss er vielleicht schon wieder überarbeitet werden. Manche Experten sprechen von einem Change Prozess, der nie abgeschlossen ist.  Deshalb ist die dritte Phase des Transitionskonzepts dadurch gekennzeichnet, dass die in Phase 1 entwickelten Managementinstrumente, Kontrollmechanismen  und Kommunikationssysteme zielgerichtet weiterentwickelt und überprüft werden.

„Das Ganze basiert also auf bestimmten Interaktionsmodellen. Aber welche Formen eignen sich denn für mich?“

Das lässt sich nicht eindeutig beantworten. Die Entscheidung welche dialog-orientierte Formate sich eignen, hängt von den speziellen Gegebenheiten im Unternehmen ab und muss individuell entwickelt werden.  Drei interaktive Workshop-Formate nennen wir an dieser Stelle beispielhaft:

Barcamp

Ein Barcamp besteht aus offenen Workshops, deren Inhalte und Abläufe von den Teilnehmern selbst bestimmt und gestaltet werden. Die Teilnehmer des Barcamps sind dreifach zur Interaktion aufgefordert: durch das Einbringen eigener Themen (Sessions), durch aktive Teilnahme an den Sessions, durch begleitendes Bloggen, Tweets und Live Chats. Das Format wird gerne eingesetzt zum Erfahrungsaustausch und zur gegenseitigen Motivation.  (Link zum Barcamp Artikel)

Open Space-Konferenz

Die Open Space-Konferenz ist ein Format, mit dessen Hilfe in kurzer Zeit auch komplexe Themenstellungen bearbeitet werden können. Die Konferenz hat -anders als das Barcamp- ein Leitthema.  Entlang dieses Themas entwickeln die Teilnehmer in Arbeitsgruppen in einem sehr freien Raum Unterthemen und Lösungsansätze. In der letzten Phase der Konferenz werden gemeinsam die wichtigsten Fragestellungen herausgearbeitet, die nächsten Schritte besprochen und die weitere Gestaltung an eine Steuerungsgruppe übergeben.

Design Thinking-Workshop

Beim Design Thinking werden in kleinen, interdisziplinären Gruppen von 4 bis 10 Personen in 6 klar definierten Schritten nutzerorientierte Lösungen für ein Problem gesucht. Jede Gruppe hat einen Moderator. Die Umgebung ist entspannt und regt zum kreativen Mitdenken und Diskutieren an. Vielfältige Bastelmaterialien und Klebezettel gehören dazu. Am Ende steht ein sogenannter Prototyp. Dieser Begriff ist nicht technisch gemeint, sondern bezeichnet die Art der Ergebnis-Präsentation. Diese Methode ist stärker strukturiert und eignet sich insbesondere für den Beginn eines Transitionskonzeptes zur Erarbeitung eines Zukunftsmodells oder neuer Geschäftsideen.

„Das hört sich interessant an. Und an wen wende  ich mich jetzt ganz konkret?“

Als Mittelstand 4.0-Agentur bieten wir an, die Entwicklung eines Transitionskonzepts zu begleiten oder geeignete Experten für Sie zu finden. Wenn Sie Interesse an der Ausgestaltung eines Transitionskonzepts haben, dann sprechen Sie uns an.

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