Appreciative Inquiry

  1. Veränderungsmanagement

Appreciative Inquiry (AI) ist eine von David Cooperrider 1987 in Cleveland, Ohio, entwickelte Methode, die den Fokus ausschließlich auf positive Elemente in einem Team oder einer Gruppe richtet. Appreciative wird mit „anerkennend“ oder „wertschätzend“ übersetzt. Die „Inquiry“ widmet sich der „Erkundung“ oder „Untersuchung“. Zusammengeführt geht es bei der Methode also darum, das „Positive zu erkunden“. Über gezielte Fragen sollen die größten Potenziale einer Gruppe erkannt werden, die Teilnehmer sollten dabei offen für Neues und lernwillig sein.

Appreciative Inquiry fußt auf zwei Grundannahmen, die sich wie folgt charakterisieren lassen:

  1. Menschen, Teams und Organisation verfügen über zum Teil unerkannte Potenziale
  2. Teams entwickeln sich immer entlang der gemeinsamen Blickrichtung

Um eine positive Veränderung in einem Unternehmen herbeizuführen, sollte sich die Wahrnehmung aller Beteiligten auf positive Aspekte richten. Das können Stärken und bereits erfüllte Ziele, eine positive Selbst- und Fremdeinschätzung sowie eine positive Erwartung an die Zukunft sein.

Zur Anwendung kommt die Methode überall dort, wo etwas verändert und die Qualität verbessert werden soll. Ein Unternehmen kann mit Appreciative Inquiry beispielsweise den Kundenservice verbessern, eine Innovation erforschen oder oder die Zusammenarbeit im Management optimieren.

Beispielhafte Anwendungsszenarien, bei denen die Appreciative Inquiry Methode besonders gut geeignet ist, sind:

  • Organisationsentwicklung: Unternehmen im Wandel, Ausrichtung auf die Kunden, Entwicklung von Visionen und Leitbildern, Führungskräfteentwicklung
  • Verbesserung der Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Organisationen: Zusammenschlüsse, Kooperationen und Ressourcen-Management
  • Allgemeine Transformationsprozesse: Schaffung oder Steigerung von Bewusstsein für / gegen bestimmte Zustände und Gegebenheiten
  • Team- und Gruppenentwicklung: Gemeinsames Lernen, Innovation treiben, Zusammenhalt stärken
  • Gruppenkommunikation: Lösung von Konflikten und Verbesserung von internen Abläufen
  • Bereich HR: Arbeitgebermarkenbildung, Anleitung, Karriereplanung, Vereinbarkeit von Leben, Familie und Beruf

Wie wird eine Appreciative Inquiry Konferenz organisiert?

Die Methode Appreciative Inquiry kann beispielsweise in Form einer Konferenz Anwendung finden (denkbar sind auch andere Formen, wie Workshops):

Eine Appreciative Inquiry Konferenz besteht aus vier Phasen:

  1. Discovery – Erfragen „des Besten“
  2. Dream – Vorstellung entwickeln, von dem „was sein könnte“
  3. Design – Definition von dem „was sein sollte / wie etwas sein sollte“
  4. Destiny (Ankunft) – Erschaffen des gewünschten Zustands „so wie es sein wird“

Auf Basis dieser Vorgaben wird dann ein Interviewleitfaden entwickelt.

  • Phase 1: Interviews zwischen je zwei Teilnehmern – herausragende Momente der Vergangenheit
  • Phase 2: Teilnehmer versetzen sich in die Zukunft – Vision: Was wäre, wenn es perfekt liefe?
  • Phase 3: Teilnehmer verwandeln die zusammengetragenen Visionen in klare Zukunftsaussagen und legen Leitlinien fest
  • Phase 4: Konkrete Maßnahmenplanung: Wie sollen die erarbeiteten Leitlinien umgesetzt werden?

Die Frage, was in letzter Zeit besonders gut gelaufen ist, schafft unter den Akteuren eine positive Grundstimmung und dadurch die Basis für Offenheit und Vertrauen für weitere Veränderungen.

Wenn Sie Interesse haben, die Appreciative Inquiry Methode kennenzulernen und auch auszuprobieren, dann sprechen Sie uns bitte an. Wir unterstützen Sie gerne bei der Konzeption.

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